Fazit – Schlusswort – Dank

Unser Blog: Die Einrichtung und das Zurechtkommen im Blog war anfangs etwas zeitraubend, umständlich und kompliziert. Aber ist man mal drin und arbeitet mit den Tools, findet man sich bald zurecht und weiss wie was funktioniert. Der Auftrag lautete einen „wissenschaftlicher Blog“ zu gestalten. Dies stellte sich nicht immer als einfach dar, da die meisten Blogs doch eher auf eigenen Meinungen beruhen und somit auch subjektiv gefärbt sind. Somit waren die meisten anderen „Blogvorlagen“ im Netz für uns nicht wirklich hilfreich. Im Allgemeinen war es aber doch eine gute Erfahrung und eine Bereicherung an neuem Wissen.

Das Thema: Unser Blog rund um das Thema Silver Surfer kam anscheinend gut an und es war sehr spannend dieses Thema vertieft zu behandeln. Wir konnten sehr viele verschiedene Aspekte und Gebiete des Themas aufgreifen und somit eine gute Auswahl an verschiedenen Unterthemen bloggen.

Das Thema Silver Surfer wird auch in Zukunft interessant bleiben. Wie wir in einer Diskussion in unserer Klasse festgestellt haben, wird der Begriff vielleicht später verschwinden oder einem Anderen weichen, das Phänomen der Internetnutzer 50+ jedoch ständig aktuell bleiben. Im Hinblick auf das „Nachrücken“ der Generationen (bis dann auch „Digital Natives“ über 50 sind), werden ständig neue Aspekte zu diesem interessanten Themenkreis hinzu kommen.

Die Interviews: An dieser Stelle möchten wir allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz herzlich danken, dass sie unseren Blog unterstützt und bei den Interviews mitgemacht haben. Durch ihre spannenden Aussagen wurde unser Blog bereichert und wir hoffen, dass auch andere Internetuser daran Freude haben.

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Aktivitäten im Internet

Dass der Begriff Silver Surfer endgültig ganz Europa erreicht hat (wenn nicht sogar schon global bekannt ist), zeigt die momentan aktuellste Studie vom April 2013, veröffentlicht von iab/Mediascope Europe unter dem Namen „Silver Surfers Closing the Digital Divide“. Gratis zum Download erhältlich ist hier ein Ausschnitt davon in einem Bulletin. Leider zwar auf englisch, aber zum Glück sehr übersichtlich und ansprechend gestaltet, ist die Studie durch die vielen Illustrationen auch für Leser mit wenig Englischkenntnissen ziemlich selbsterklärend. Die Altersgrenze wird hier übrigens bei 55+ gezogen.

Nebst vieler anderer Erkenntnisse zeigt die Studie auf, wie sich die Mediennutzung von Silver Surfern durch das Internet verändet hat. Demzufolge informieren sich Silver Surfer nicht mehr nur über gedruckte Zeitungen, Zeitschriften und via Radio und Fernsehen, sondern 36% dieser Altersgruppe geht bereits online. Dies ist allerdings eine europaweite Durchschnittszahl, in der Schweiz ist der Anteil mit 72% viel höher.

Wenn es um das Sich-Informieren geht, nutzen Silver Surfer folgende Angebote im Internet (jedoch nicht alle Möglichkeiten gleich stark):

  • online in Suchmaschinen recherchieren
  • News-Seiten besuchen
  • online Fernsehen
  • online Radio hören
  • online Live-Anlässe schauen

Doch das Internet dient nicht nur zur Information, sondern auch zur Kommunikation. Gerade um mit Freunden und Verwandten in Kontakt zu bleiben wird das Internet sehr geschätzt, sei es nun via E-Mail, Social Networks oder Internettelefonie.

Als weitere Angebote, die rege genutzt werden, werden folgende genannt:

  • Produkte und Dienstleistungen vergleichen und auswählen
  • Finanzen managen
  • Ferien und Reisen organisieren
  • sich über die Gemeinde/lokale Angebote informieren
  • Infos über die Gesundheit

Diese Ergebnisse zeigen, dass das Internet sich in fast allen Lebensbereichen auch bei der Generation 55+ durchzusetzen beginnt. In diesem Sinne ist auch der Titel der Studie gemeint: „Silver Surfer Closing the Digital Divide“ im Sinne von „Silver Surfer schliessen die digitale Kluft [zwischen den Generationen]“, indem sie sich immer mehr mit dem Internet vertraut machen und es in ihren Alltag integrieren.

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Silver Surfer und Mobiltelefone

Im November 2012 hat die Werbeagentur Y&R-Group Switzerland eine neue neue Studie namens Media Use Index (mui) 2012 veröffentlicht, die einige interessante Erkenntnisse über Silver Surfer beinhaltet. Spezifisch zum Thema Mobiltelefone und Smartphones haben sie die beliebtesten Apps der Digital Natives (14-29 Jahre) erhoben, die da sind:

  • WhatsApp
  • Facebook
  • Instagram
  • 20 Minuten
  • Twitter

Das Smartphone dient bei dieser Generation also am ehesten zur Unterhaltung und zum sozialen Vernetzen.

Viel interessanter allerdings die beliebtesten Apps der Silver Surfer (55-69 Jahre):

  • Agenda
  • Wetter
  • SBB
  • search.ch
  • My Switzerland

Hier liegt der Schwerpunkt vor allem auf der praktischen Anwendung, deshalb auch die häufige Nutzung der bereits vorinstallierten Apps.

Im Rahmen dieser mui-Studie wurden auch einige Silver Surfer zu einer Diskussion rund ums Thema Mobiltelefon eingeladen. Dazu eine kleine Videodokumentation:

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Werbepolitik 50 Plus – Veraltet?

Silver Surfer sind eine kaufkräftige Zielgruppe. Eine Studie des deutschen Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (bmfsfj) spricht sogar vom „Wirtschaftsmotor Alter“. Somit scheint es aus ökonomischer Sicht sinnvoll, diesen Motor weiter anzukurbeln. Dabei spielt Werbung eine wichtige Rolle. Aber wie ansprechend ist die heutige Werbepolitik? Erreicht sie ihr Ziel ältere Menschen anzusprechen?

Sicher ist, dass das Verständnis für die Bedürfnisse der älteren Generation auch die Werbestrategien beeinflusst. Trotzdem ist es wohl nicht ganz einfach, die richtige Werbung zu finden, ohne das Alter zu klischeehaft erscheinen zu lassen. Ausserdem sind viele Werbungen auf jüngere Konsumenten fokussiert. Laut einem Artikel des Hamburger Abendblattes ist ein wichtiger Grund dafür die eher jüngeren Marketing-Entscheider. Oft wird dann in einer Werbung ein typisch veraltetes,  klischeehaftes Bild von Opas und Omas vermittelt. Wohl nicht mehr die richtige Strategie für junggebliebene Silver Surfer. Ein weiteres Problem um überhaupt für ältere Leute werben zu können stellt auch die eher magere Auswahl an Artikeln für diese Altersgruppe dar. Obwohl Silver Surfer sehr viele unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse aufweisen sind viele Firmen nicht fähig, oder nicht willig, zum Beispiel einfach verständliche Geräte auch für ältere Personen, zu entwickeln.

In Zukunft wird sich die Werbeindustrie wohl noch stärker mit dem Thema beschäftigen. Einige gute Ansätze sind bereits jetzt zu erkennen. Zum Beispiel vermittelt Nivea in einem Werbesport das Gefühl nicht wie 30 aussehen zu müssen sondern auch im Alter schön sein zu können. Geworben wird hier: Für die „reife Haut“. Ein zweites Beispiel liefert die AXA Winterthur mit einer amüsanten Werbung. Dabei werden die Best Agers als agile, junggebliebene und spassliebende Persönlichkeiten dargestellt. Sie sind neugierig, haben spass und spielen auch einmal den einen oder anderen Streich. Sehr gelungen, wie ich finde.

Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=S_C-aPEsn0A

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zwei Interviews mit zwei Damen

Im Folgenden werden wir zwei Interviews wiedergeben, die wir mit zwei aktiven pensionierten Damen führen durften.

Frau A. hat Jahrgang 1945.

Wissen Sie noch, wann Sie angefangen haben das Internet zu nutzen?

„2000“

Wie standen Sie damals zu dieser neuen Technologie?

„Sehr interessiert.“

Kamen Sie in Ihrem Beruf mit dem Internet in Kontakt oder aus eigenem Interesse?

„Durch den Beruf.“

Welche Angebote nutzen Sie heute im Internet am häufigsten?

„E-Mail, Neuigkeiten, Meteo, Google.“

Fühlen Sie sich im Internet sicher?

„Benutze das Internet nur für Aktivitäten, wo ich mich sicher fühle.“

 

Frau B. hat Jahrgang 1938.

Wissen Sie noch, wann Sie angefangen haben das Internet zu nutzen?

„1986“

Wie standen Sie damals zu dieser neuen Technologie?

„Super, aber musste mich erst vertraut machen.“

Welche Angebote nutzen Sie heute im Internet am häufigsten?

„E-Mail, Googel“

Gibt es etwas, worüber Sie sich oft ärgern?

„Manchmal etwas langsam!“

Fühlen Sie sich im Internet sicher?

„Ja.“

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Interview mit Herr N. aus B.

Herr N. ist 58 Jahre alt und schon ziemlich lange im Internet aktiv.

Wissen Sie noch, wann Sie angefangen haben das Internet zu nutzen?

„Vor ca. 30 Jahren, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte. Mit einem Modem das 56kb/Sek Leistung hatte.“

Wie standen Sie damals zu dieser neuen Technologie?

„Ich war sehr interessiert. Habe von einem Kollegen einen PC  für damals 1200 Fr. gekauft. (Neupreis des Geräts 3500 Fr.) Technische Daten: 386 16Mhz 4 MB Ram 52MB Festplatte“

Kamen Sie in Ihrem Beruf mit dem Internet in Kontakt oder aus eigenem Interesse?

„Aus eigenem Intresse und auch im Geschäft hatten wir Internet.“

Welche Angebote nutzen Sie heute im Internet am häufigsten?

„Google, Youtube, Dokumonster“

Gibt es etwas, worüber Sie sich oft ärgern?

„Die Popups, aber die habe ich mit einem Blocker abgestellt…“

Fühlen Sie sich im Internet sicher?

„Ich fühle mich dort zu Hause ;-)“

Welche Internetseiten würden Sie empfehlen?

„Dokumonster.de. Dort kann man Dokumentationen anschauen wann man möchte.“

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Interview mit Herr L. aus M.

Herr L. ist 53 Jahre alt und arbeitet als Landwirt. Bezüglich der Internetnutzung hat er folgende Antworten gegeben:

Wissen Sie noch, wann Sie angefangen haben das Internet zu nutzen?

„Ungefähr 1997. “

Wie standen Sie damals zu dieser neuen Technologie?

„Meine Vermutung war, dass sich diese Art der Kommunikation durchsetzen könnte. Unsere Kinder waren damals im Primarschulalter, und wir wollten, dass sie den Einstieg in diese Technologie früh machen konnten.“

Kamen Sie in Ihrem Beruf mit dem Internet in Kontakt oder aus eigenem Interesse?

„Beides. Für die Weiterentwicklung unseres landwirtschaftlichen Betriebs eignete sich das Internet gut für Recherchen. Für das Aufziehen einer neuen Milchhandelsgenossenschaft konnte ich als Präsident gut die Organisation via Internet abwickeln und den Überblick behalten. Durch das Internet boten sich auch Chancen, eine gute Werbeplattform zu finden und sogar ausländische Absatzmärkte direkt zu erschliessen. Damals bezahlte man die Internetverbindung noch über die Telefonkosten, weil die Leitung noch analog war.“

Welche Angebote nutzen Sie heute im Internet am häufigsten?

„Sicher den E-Mail-Verkehr. Ausserdem müssen viele Meldungen über den Tierverkehr, die landwirtschaftlichen Strukturerhebungsdaten oder Resultate der Milchqualitätserhebung via Internet gemacht werden, teilweise direkt in spezielle Datenbanken. So gesehen funktionieren viele Abläufe unseres Betriebes nur noch über Internet. Ganz allgemein nutze ich das Internet am häufigsten für Informationsbeschaffung aller Art.“

Gibt es etwas, worüber Sie sich oft ärgern?

„Meistens nicht über das Internet selber, sondern über den Computer! Ausserdem mag ich die vielen englischen Ausdrücke nicht. Ich wünschte mir eine Verbindung vom englischen Begriff zu einem kleinen erklärenden Bild. Auch die Werbeflut ist anstrengend, dazu habe ich Blocker installiert. Damit mein PC nicht immer langsamer wird, lösche ich Überflüssiges mit CCleaner. Der Zahlungsverkehr über Internet ist zwar bequem, finde ich aber z. T. umständlich oder unsicher.“

Fühlen Sie sich im Internet sicher?

„Eigentlich nicht. Ich bin eher misstrauisch, denn auf meinem PC sind alle Betriebsdaten gespeichert. Sobald ich im Internet bin, kann ja ev. in meine Daten eingedrungen werden oder ich kann mir einen Virus einfangen. Auch gegenüber „Wolken“ bin ich skeptisch, was die Sicherheit angeht.“

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