Förderung und Integration auf politischer Ebene

Laut der schweizerischen Bundesverfassung sind alle Menschen gleich zu behandeln. Somit sollte für jede Bürgerin und jeden Bürger der Zugang zur digitalen Welt offen stehen. Für alle sollten die gleichen Möglichkeiten hinsichtlich Bildung und Weiterbildung gegeben sein. In der schweizerischen Bundesverfassung Art. 8 Abs. 2 steht geschrieben: „Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebens- form, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung“. Aber wird dieser Artikel auch wirklich umgesetzt?

Das Schweizerische Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) hat den Auftrag die Informationsgesellschaft zu fördern und Strategien dazu auszuarbeiten. Übergeordnet steht die Strategie des Bundesrates „Für eine Informationsgesellschaft in der Schweiz„. Ein Ziel der Strategie ist es, dass alle Bürgerinnen und Bürger der Schweiz mit den Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) vertraut sind und sie entsprechend nutzen können. Speziell für die Bedürfnisse von älteren Personen wurde 2001 im Rahmen des Programmes CH21 die Arbeitsgruppe „Internet für SeniorInnen“ gebildet. Diese soll Massnahmen erarbeiten um die Nutzung des Internets zu fördern. Auch Pro Senectute Schweiz unterstützt das Vorhaben ältere Menschen in die Informationsgesellschaft und somit ins Internet-Zeitalter zu integrieren. Dazu veranstaltet Pro Senectute Schweiz Computerkurse und andere Veranstaltungen zur Umgangsförderung  mit neuen Medien. Zudem wurde das Portal seniorenweb.ch gegründet. Ausserdem ist die Stiftung aktives Mitglied des Netzwerks „eInclusion/Digitale Integration Schweiz„. In diesem Netzwerk sind  neben Institutionen der öffentlichen Hand auch Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter aktiv.  Ziel ist es „Projekte und Initiativen zur Integration aller Bevölkerungsgruppen in die Informationsgesellschaft zu lancieren“. Fraglich ist, wie stark dabei der wirtschaftliche Faktor mit einfliesst.

Ab Herbst 2013 plant die Pro Senectute Schweiz weitere Projekte, vor allem auch im E-Learning Bereich. Dazu wurde der geplante Kurs in Chur von mehreren Personen getestet und danach überarbeitet. Der eher dezentrale Standort wurde unter Umständen gewählt, weil der schweizerische Standort für Informationswissenschaft in Chur an der HTW zu finden ist. Das BAKOM unterstützt die Kurse von Pro Senectute Schweiz. Somit zeigt sich, dass der Bund sehr bemüht ist Silver Surfer und solche die es werden möchten zu unterstützen.

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